Als landwirtschaftlicher Betrieb des Kalkwerks Hönnetal konzentrieren wir uns auf natürliche Prozesse, regionale Kreisläufe und verlässliche Partnerschaften. Wir legen unsere Flächen so an, dass Umwelt, Landschaft und die Menschen vor Ort langfristig davon profitieren. So bewahren wir unsere Heimat und entwickeln die Landwirtschaft im Hönnetal weiter.
Mit dem Rheinkalk-Hof zeigen wir, wie nachhaltige und artenreiche Landwirtschaft im Hönnetal funktionieren kann. Wir möchten Mut machen und gemeinsam mit Partnern der Region neue Wege gehen.
Auf unseren Flächen setzen wir deshalb konsequent auf naturnahe Bewirtschaftung. Das wertet Lebensräume auf, stärkt die Biodiversität und schafft den Raum dafür, dass Landwirtschaft, Naturschutz und Region partnerschaftlich zusammenarbeiten können.
Markus Kordes
Betriebsleiter Rheinkalk-Hof
Ein echtes Energiepaket bauen wir mit der Donau Silphie an. Sie wurzelt tief, kommt gut mit Trockenheit zurecht, bietet Bienen und Schmetterlingen Nahrung und liefert über viele Jahre stabile Erträge für Biogasanlagen. So ermöglichen wir klimafreundlichen Strom aus Erneuerbaren Energien in der Region.
Wir bauen Sommergetreide mit extra breiten Reihenabständen an: mindestens 20 cm zwischen den Pflanzen. Ohne Fungizide, dafür mit natürlichem Dünger wie Stallmist und Kompost. Das senkt zwar den Ertrag, verbessert aber die Lebensbedingungen für Feldlerchen
und Insekten deutlich.
Blühstreifen bieten Nahrung und Schutz für Insekten und Vögel – und erfreuen gleichzeitig Spaziergänger mit ihrem bunten Erscheinungsbild. Sie machen Natur- und Artenschutz sichtbar und erlebbar.
„Lerchenfenster“ – kleine unbepflanzte Stellen im Feld – bieten Feldlerchen und anderen Bodenbrütern Platz zum Landen, zur Nahrungssuche und zum Brüten. Auch Feldhasen nutzen diese ruhigen Zonen gerne.
Burg Klusenstein ist seit Jahrhunderten ein Wahrzeichen des Hönnetals. Im 14. Jahrhundert als Grenzbefestigung angelegt, wird die Burg bereits seit langer Zeit für die Landwirtschaft genutzt. Hier hat der Rheinkalk-Hof sein Zuhause gefunden. Zusammen mit Partnern der Region hat der Rheinkalk-Hof ein klares Ziel: Landwirtschaft, Naturschutz und regionale Kooperation zusammenbringen.
Seit über 125 Jahren wird im Hönnetal Kalkstein abgebaut und zu hochwertigen Industrieprodukten verarbeitet. Kalk ist ein unverzichtbarer Grundstoff, ohne den unsere moderne Gesellschaft nicht auskommt. Kalk macht Trinkwasser sauber, ist elementar bei der Stahlherstellung und für den Bau von Straßen und Gebäuden grundlegend. In vielen Anwendungen, die für die meisten Menschen selbstverständlich sind, steckt Kalk drin. Zahlreiche Wertschöpfungsketten im Sauerland und darüber hinaus vertrauen auf Kalk- und Kalksteinprodukte aus dem Hönnetal. Und in der Landwirtschaft ist Kalk eine Selbstverständlichkeit.
Der naturverträglich Abbau von Kalkstein, die Renaturierung ehemals genutzter Flächen und ein breit aufgestelltes Engagement für Flora & Fauna gehören
zum Selbstverständnis der Kalkwerker aus dem Hönnetal.
Vor diesem Hintergrund lag der Gedanke nahe, eigene landwirtschaftliche Flächen naturnah und nachhaltig zu bewirtschaften. Dies ist der Leitgedanke des Rheinkalk-Hofs.
Wir sind davon überzeugt: Gemeinsam erreicht man mehr. Zusammen mit regionalen Landwirten wollen wir Partnerschaften auf Augenhöhe schaffen. Wir wollen voneinander lernen und gemeinsam etwas erreichen: Landwirtschaft, die Mehrwert schafft. So übernehmen wir Verantwortung für unsere Heimat im Hönnetal.
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